Banff Nationalpark - Unsere Top 10


 

» When I'm in Canada, I feel this is what the world should be like. «

- Jana Fonda

1. Moraine Lake

Unser absolutes Highlight ist unumstritten der Moraine Lake. Wir bekommen direkt wieder Gänsehaut, wenn wir an diesen unbeschreiblich schönen Tag zurück denken. Nicht umsonst gilt der Ausblick vom Aussichtspunkt „Rockpile“ als das meist fotografierte Motiv Kanadas (man findet es im Übrigen auch auf der kanadischen 20-Dollar-Notev on 1969 bis 1979). Vermutlich jeder, der den Westen Kanadas bereist wird hier einen Stopp einlegen. Der Anblick lässt einem das Herz höher schlagen!

 

Der gletschergespeiste See  liegt auf einer Höhe von 1.884  über dem Meeresspiegel im Valley of the Ten Peaks. Das Besondere: seine tiefblaue bis türkise Farbe. Wir kannten den See vorher nur von Bildern und waren uns sicher, dass hier und da etwas mit Bildbearbeitungsprogrammen nachgeholfen wurde, aber wir können euch sagen: NEIN, der See IST so türkis. “Schuld“ hierfür sind kleine Partikel des Gletscherabriebs, welche das Licht im See reflektieren.

 

Neben unzähligen schönen Wanderwegen um den See herum ist es fast ein MUSS sich ein Kanu zu mieten und auf den See hinauszufahren. Mit 120CAD pro Stunde ist es kein Schnäppchen, aber wir haben jede Sekunde unglaublich genossen. Zieht euch warm an! Auch im Sommer geht ein kalter Wind.

 

Unsere Tipps:

  • Unbedingt vormittags vorbeikommen, da dann das Licht besser steht als am Abend und der See noch viel blauer wirkt.
  • Am besten so früh wie möglich hochfahren, damit ihr den See noch fast ungestört genießen könnt, bevor die ersten Busse und Touristenströme kommen.
  •  Die Straße zum See ist nur von Ende Mai/Anfang Juni bis Anfang Oktober geöffnet. 

2. Lake Louise

Nicht ganz so atemberaubend wie der Lake Moraine, aber auch nicht weniger eindrucksvoll ist der Lake Louise, welcher ca. 56km nördlich von Banff liegt. Auch der Lake Louise erhält seine tiefblaue Farbe vom Steinmehl, welches durch das Schmelzwasser der Gletscher in den See gespült wird.

 

Am Ostufer befindet sich das Fünf-Sterne-Hotel Château Lake Louise. Das 1890 erbaute Schloss wurde im Jahr 1924 durch ein Feuer zerstört und anschließend als Luxushotel wieder aufgebaut.

 

Die Umgebung bietet unzählige Freizeitaktivitäten: Wandern, Klettern, Kanu fahren,… Hier kommt jeder auf seine Kosten.

 

Besonders schön wird der Besuch am Lake Louise gegen Abend, wenn die Toursiten langsam wieder von dannen ziehen und man die Ruhe genießen kann.

 

Ein Besuch am Lake Louise lohnt sich auf alle Fälle. Alleine der Anblick der sich spiegelnden Landschaft im See ist einmalig. Allerdings muss man sich darauf einstellen, einer von unzähligen Touristen zu sein. Wer hofft hier alleine zu sein, ist viele Jahre zu spät dran.

 

Unser Tipp:

  • Es gibt jede Menge Parkplätze direkt am See, allerdings kann man gar nicht so schnell schauen, wie diese belegt sind. Wir haben uns dazu entschlossen einen Tagesausflug zu machen und sind vom Campingplatz aus hin gelaufen. Ein toller Ausflug, aber habt immer eine Bärenglocke oder ein Bärenspray dabei, da die Wanderung die meiste Zeit durch den Wald geht.

3. Lake Agnes Trail

Wenn ihr am Lake Louise seid, dann sollten ihr unbedingt über den Lake Agnes Trail zum Lake Agnes Tea House wandern. Insgesamt beträgt die Strecke knapp 8km und man überwindet 385 Höhenmeter. Wir starten am Ufer des Lake Louise. Hier führt der gut ausgeschilderte Weg durch den Wald bis zum Teehaus hinauf. Immer wieder erhascht man einen Blick auf den See. Ca. 20 Minuten vor dem Ziel legen wir einen kurzen Stopp am Mirror Lake ein. Traumhaft schön und wir sind komplett alleine abseits der Touristen.

 

Gerade oben angekommen erfahren wir, wie schnell sich das Wetter in den Rocky Mountains ändern kann. Eben noch schönster Sonnenschein, retten wir uns jetzt vor dem strömenden Regen in das Lake Agnes Tea House. Der Raum ist klein und hat so viel Charme, dass man sich direkt richtig wohl fühlt.

 

Neben heißer Schokolade und leckeren Kuchen gibt es in Kanadas ältestem Teehaus unfassbar viele Sorten Tee. Ein spannender Fakt: das Team muss die Speisen und Getränken zu Fuß auf den Berg schaffen. Das Personal wechselt sich ab: nach ein paar Tagen geht das Team wieder runter ins Tal und das nächste Team kommt samt Proviant den Berg hinauf, um dort die nächsten Tage zu verbringen.

 

Nach unserer Pause im Teehaus sitzen wir (wieder bei schönstem Sonnenschein) noch eine Weile am Lake Agnes und genießen den Ausblick und lassen uns von den Eichhörnchen unterhalten.

 

Unser Tipp:

  • Das Lake Agnes Tea House schließt um 17:00 Uhr. Allerdings kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit klopfen und meistens haben sie noch etwas Verpflegung über. Verhungern oder verdursten muss hier also keiner.

4. Peyto Lake

Kaum ein anderes Land ist so bekannt für seine vielen und traumhaften Seen. Aus diesem Grund zählen wir auch den Peyto lake zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten im Banff Nationalpark.

 

Am besten erreicht man den See mit dem Auto. Etwa 30 Fahrminuten vom Lake Louise aus erreicht man den Parkplatz. Von hier aus folgt man dem steilen Weg hinauf bis zur Aussichtsplattform. Diese erreicht man nach knapp 10 Minuten. Wenn ihr es schaffen solltet vor 9 Uhr dort zu sein, dann seid ihr fast alleine und müsst euch nicht in den Kampf mit den anderen Touristen begeben, um ein schönes Foto zu erhaschen.

 

Unser Tipp:

  • Den schönsten Blick auf den See hat man am Vormittag, denn dann erscheint der See noch türkiser als sonst. 

5. Icefields Parkway

Der Icefields Parkway zählt zu einer der eindrucksvollsten und schönsten Straßen der Welt. Er ist ein 230 Kilometer langes Teilstück des Alberta Highway 93 und schlängelt sich zwischen Banff im Süden und Jasper im Norden durch die kanadischen Rocky Mountains.

 

Entlang der Panoramastraße erstreckt sich eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das Columbia Icefield oder der Lake Louise.

 

Das tolle: alle Sehenswürdigkeiten sind von der Straße aus ausgeschildert und so kann man ganz entspannt ohne Karte und Navi das Panorama und die grandiose Landschaft genießen.

 

Mit etwas Glück laufen euch auch einige Tiere über den Weg. Wir hatten das Vergnügen mit einigen Wapitis und Bären.

 

Für uns war die Fahrt über den Icefileds Parkway ein absolutes Highlight und mit nichts zu vergleichen.

 

Unsere Tipps:

  • Denkt unbedingt daran in Lake Louise noch einmal vollzutanken, da es auf dem Weg nach Jasper nur noch eine einzige Tankstelle gibt!
  • Fragt bei der Einfahrt in den Park nach der Icefields Parkway Map. Auf der Karte findet ihr alle Sehenswürdigkeiten rund um den Icefields Parkway.
  • Man sollte jeder Zeit damit rechnen, dass Tiere die Straße queren, also fahrt stets aufmerksam. 

6. Highway 1A (Bow Valley Park Way)

Wer von Banff nach Lake Louise fährt, sollte sich unbedingt für den zum Highway 1 parallel verlaufenden Highway 1A entscheiden – den Bow Valley Park Way. Die Fahrt dauert zwar ein wenig länger, aber der Highway 1A ist nicht nur weniger befahren, sondern bietet vor allem in den Morgen- und Abendstunden die Chance Tiere zu beobachten.

 

Es bietet sich ein einzigartiges Panorama und man weiß gar nicht so genau, aus welchem Autofenster man schauen soll. Es lohnt sich auf jeden Fall immer mal wieder einen kurzen Stopp einzulegen und die Landschaft zu genießen.

 

Unser Tipp:

  • Um die Wildtiere in der Umgebung zu schützen, darf der Bow Valley Parkway zwischen dem 01.03. und dem 25.06. von 18:00 Uhr bis 09:00 Uhr nicht befahren werden. 

7. Johnston Canyon

Den Johnston Canyon entdeckten wir per Zufall. Dadurch, dass wir uns für den Bow Valley Park Highway entschlossen hatten, kamen wir direkt daran vorbei. Ca. 30 Autominuten von Banff entfernt erreicht man den Parkplatz.

 

Auf der knapp 5,5km langen Wanderung gibt es vor allem drei Highlights: die Lower Falls, die Upper Falls und die Ink Pots.

 

Die asphaltierte Straße führt ca. 1,1km bis zu den Lower Falls. Es handelt sich um etwa zehn Meter hohe Wasserfälle. Von hier aus läuft man weiter auf Waldboden und Holzstegen.

 

Die Upper Falls, welche man nach weiteren 1,5km erreicht, sind mit einer Höhe von knapp 30 Metern unglaublich beeindruckend. Von hier aus führt der Weg recht steil und ca. 3,5km in die Schlucht hinauf bis zu den Ink Pots. Es handelt sich hierbei um sieben kalte Mineralquellen, aus welchen regelmäßig Blasen aufsteigen.

 

Insgesamt eine sehr schöne Wanderung mit tollen Fotomotiven!

 

Unsere Tipps:

  • Wie bei allen Sehenswürdigkeiten in Kanada ist auch der Johnston Canyon kein Geheimtipp mehr. Wenn ihr es also lieber ruhig und ohne große Menschenmassen mögt, dann solltet ihr möglichst vor 9:00 Uhr dort sein.
  • Zu unserer Überraschung sahen wir kurz nach dem Eingang zum Johnston Canyon einen Bär neben einem Baum zusammengekauert schlafen. Also haltet immer Augen und Ohren offen.

 

8. Banff

Das kleine Örtchen Banff (und doch die größte Stadt innerhalb des Nationalparks) liegt im gleichnamigen Banff Nationalpark. Mit knapp 8.000 Einwohnern ist das Städtchen recht übersichtlich und das Zentrum ist überschaubar.

 

Entlang der Hauptstraße Banff Avenue reihen sich Restaurants, Bars und kleine Geschäfte aneinander und geben dem kleinen aber feinen Örtchen einen ganz eigenen Charakter.

 

Unser Tipp:

  • Ganz besonders hat uns der Cascade of Time Garden gefallen. Er befindet sich mitten in der Stadt. Im Sommer blühen hier die Blumen in allen erdenklichen Farben. Es ist wirklich ein toller Anblick: im Vordergrund das satte Grün und die farbenprächtigen Blumen, im Hintergrund der schneebedeckte, 2988 Meter hohe Cascade Mountain. 

9. Banff Springs Hotel

Im Jahr 1928 wurde das imposante und eindrucksvolle Fairmont Banff Springs Hotel errichtet. Seit 1988 befindet es sich im Verzeichnis der National Historic Site of Canada.

 

Es gleicht einer Burg und zählt heute zu den teuersten und angesehensten Hotels in der Umgebung und verfügt über knapp 800 Zimmer.

 

Auch als Nicht-Hotelgast ist es gestattet das Hotel zu betreten und seine Runden zu drehen. Neben Restaurants und Cafés findet man im Inneren eine Einkaufsmeile und an jeder verwinkelten Ecke gibt es etwas anderes zu entdecken.

 

Alleine die Lobby ist wahnsinnig beeindruckend und man fühlt sich in ein anderes Zeitalter versetzt.

 

Unser Tipp:

  • Gönnt euch einen Café auf der Terrasse. 

10. Upper Hot Springs

Jeder, der die Rocky Mountains bereist, sollte wenigstens einmal in einer heißen Quelle gebadet haben.

 

Wir haben uns an unserem letzten Abend für die Upper Hot Springs in Banff entschieden.

 

Um die Upper Hot Springs wurde in den 1930er-Jahren ein altes Badehaus errichtet. Abends haben sich zwar viele Touristen in ihre Hotels zurückgezogen, aber nichtsdestotrotz platzt die heiße Quelle fast aus allen Nähten. Allerdings lassen einen das 39 Grad warme Wasser und der grandiose Bergblick über die vielen anderen Menschen hinwegsehen und je später der Abend, desto weniger Leute befinden sich in der Quelle.

 

Trotz allem sind wir froh, dass wir auch noch diesen Punkt auf unserer Liste abhaken konnten.

 

Unser Tipp:

  • Es wird empfohlen immer nur 10 Minuten am Stück im Pool zu verbringen und sich anschließend wieder außerhalb des Pools aufzuhalten und ausreichend zu trinken. 

Wart ihr selbst schon in Kanada?

Was waren eure Highlights?

Habt ihr noch weitere Tipps?

Oder habt ihr Fragen?

Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar oder schreibt uns direkt an.

Wir freuen uns sehr auf eure Rückmeldungen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Denise (Freitag, 06 März 2020 12:53)

    Wahnsinn, die Bilder sind ja mega schön . Ist das Wasser in dem Moraine Lake wirklich so türkis?

  • #2

    Bea (Freitag, 06 März 2020 13:05)

    Toller Beitrag. In Kanada war ich noch nicht, aber da gibt es sehr viel zu entdecken, da möchte ich hin, wenn ich etwas mehr Zeit habe und länger bleiben. MEGA, Deine Bilder, die laden richtig zum Träumen ein.

    Lieben Gruß, Bea.

  • #3

    Carina (Samstag, 07 März 2020 17:21)

    Kanada ist einfach ein wahnsinnig schönes Land. Die Farben der Wälder und Seen-einfach herrlich. Danke für deinen Reisebericht.
    LG
    Carina