Jasper Nationalpark - Unsere Top 3


Wir hatten eine tolle Zeit im Jasper Nationalpark in Alberta. Daher wollen wir euch unsere TOP 3 nicht vorenthalten: das Valley of the Five Lakes, das Columbia Icefield und Jasper Town.

Valley of the Five Lakes

Das Valley of the Five Lakes zählt zu unseren absoluten Lieblingsausflügen. Die Wanderung umfasst etwa 4,5 Kilometer und liegt am oberen Ende des Icefield Parkways kurz vor Jasper.

 

Man kann direkt vom Parkplatz aus starten und wandert ein gutes Stückchen durch Wald und Moorlandschaft. Anschließend passiert man die fünf Seen. Das Besondere: jeder See hat eine unterschiedliche Tiefe und so leuchtet jeder See in einem andern Grün- oder Blauton. Das verleiht jedem der Five Lakes seinen ganz eigenen Charakter.

 

Unterwegs begegnet man immer wieder Touristen, allerdings nicht zu vergleichen mit den Touristenmassen an den Hotspots.

 

Wir haben uns dazu entschlossen den Trail nicht zu Fuß zu erkunden, sondern mit dem Mountainbike. Hierfür haben wir uns zwei Bikes in Jasper ausgeliehen und sind direkt von dort aus gestartet. Wenn ihr ein bisschen Trail-Erfahrung mitbringt, dann legen wir euch diesen Ausflug per Mountainbike stark ans Herz. Es war eine tolle Erfahrung und bis zu den Seen sieht man kaum eine Menschenseele.

 

 

Auch wenn das Wasser nur wenige Grad hat solltet ihr euch eine kleine Abkühlung im See nicht entgehen lassen! Das Wasser ist so unglaublich klar, dass man jeden Stein unter sich erkennen kann.

 

 

Abschließend können wir nur sagen, dass es uns nicht wundert, dass das Valley of the Five Lakes zu den beeindruckensten Talwanderungen in der Umgebung zählt.

 

Unsere Tipps:

  • Wir empfehlen eine Wanderung in den Monaten März bis Oktober, da zu dieser Jahreszeit die Holzstege größtenteils trocken und somit begehbar sind.
  • Am fünften See liegt ein Ruderboot am Ufer, welches in Jasper angemietet werden kann.
  • Haltet die Augen vor allem im Frühling offen, da in dieser Jahreszeit häufig Grizzlys und Schwarzbären gesichtet werden.

Columbia Icefield

Wenn ihr auf dem Icefileds Parkway unterwegs seid, dann solltet ihr hier unbedingt einen Stopp einlegen. Das Columbia Icefield ist das größte Eisfeld in den kanadischen Rocky Mountains. Es hat eine Größe von 230 Quadratkilometern. An manchen Stellen ist es bis zu 365 Metern dick und es ist etwa 28 Kilometer lang.

 

Pro Jahr fallen hier ca. 7 Meter Schnee. Die Sommermonate reichen nicht aus um den gesamten Schnee zum Schmelzen zu bringen. Dadurch wird er zu Eis und es entstehen neue Gletscher. Das beste Beispiel hierfür ist der Athabasca Glacier. Dieser ist vom Icefields Parkway aus sichtbar. Hier befindet sich auch das Touristenzentrum: das Columbia Icefiels Centre. Im Sommer kann man hier geführte Touren mit speziellen Schneemobilen (den sogenannten Snowcoaches) auf den Athabasca-Gletscher buchen.

 

Vom Icefields Parkway führt eine Schotterstraße unterhalb des Gletschers zum Parkplatz. Am Wegrand finden sich immer wieder Schilder mit Jahreszahlen, welche angeben, bis wohin der Gletscher in diesem Jahr noch gereicht hat. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell die Gletscher abschmelzen. Das unterste Schild ist inzwischen rund 1,5 Kilometer vom Gletscher entfernt. In den letzten 125 Jahren musste der Gletscher bereits die Hälfte seines Volumens einbüßen. Experten gehen wohl davon aus, dass der Gletscher in 100 Jahren ganz von der Bildfläche verschwindet.

 

Es ist ein schöner Spaziergang bis zu den Gletschern. Allerdings sollte man dort auch nicht auf eigene Faust weiterwandern, da sich im Eis viele tückische Spalten befinden und das Eis unberechenbar ist. Direkt am unteren Ende des Gletschers ist eine Abbildung, welche nochmals verdeutlicht was passiert, wenn man in eine dieser Gletscherspalten rutscht.

 

Der Anblick, wenn man dann endlich am unteren Ende des Gletschers steht ist beeindruckend. Um sich rum ist nichts außer graue Felsen und Eis. An einigen Stellen plätschert das Schmelzwasser. Ansonsten umgab uns eine einmalige Stille.

 

Unsere Tipps:

  • Am Parkplatz des Columbia Icefield war das erste und letzte Mal in Kanada, dass wir darauf hingewiesen wurden das Auto abzusperren, da Langfinger unterwegs sind. Also denkt daran alles gut zu verschließen und Wertsachen nicht offensichtlich im Auto liegen zu lassen.
  • Packt euch warm ein; am Gletscher pfeift häufig ein eisiger Wind um die Nase.
  • Wir haben das Columbia Icefield am Abend besucht, da wir unterwegs immer wieder von anderen Attraktionen aufgehalten wurden. Der Parkplatz war fast leer und unterwegs sind wir nur wenigen Menschen begegnet. Wir hatten den Gletscher quasi für uns alleine.

Jasper Town

In der kanadischen Provinz Alberta liegt der größte Nationalpark der Rocky Mountains: der 1907 gegründete Jasper Nationalpark. Im Zentrum liegt die gleichnamige, kleine und charmante Stadt Jasper mit rund 4300 Einwohnern. Das Örtchen ist so klein, dass man es in gut 20 Minuten einmal durchquert hat.

 

An sich ist Jasper kein wirklich besonderer Ort. Man findet im Zentrum hauptsächlich kleine Geschäfte, Hotels, Restaurants und Souvenirläden. Das meiste befindet sich entlang der Patricia Street und dem Connaught Drive. Es wird schnell deutlich, dass auch Jasper (genauso wie Banff) vom Tourismus lebt.

 

Das Visitor Centre befindet sich mitten im Ort in der 409 Patricia Street. Das Gebäude ist recht auffällig: ein markantes Steingebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert. Drumherum ist ein kleiner netter Park. Wir haben uns sicher eine Stunde lang mit einem Milchshake dort hingesetzt und die Menschen beobachtet.

 

 

Witzig ist es, wenn man nach Jasper reinfahren möchte und die Schranken plötzlich runter gehen. Dann kann es passieren, dass man 20 Minuten wartet, bis die kilometerlangen Güterzüge vorbeigerauscht sind.

 

Unsere Tipps:

  • Wie weiter oben bereits beschrieben kann man sich in Jasper wunderbar Räder ausleihen (sogar Tandems) und die Umgebung erkunden oder beispielsweise einen Ausflug zum Valley of the Five Lakes machen.
  • Nur einen Block vom Zentrum entfernt befindet sich bereits Wohngebiet; es lohnt sich auf jeden Fall hier durchzuschlendern und sich die Schulen, Kindergärten und Wohnhäuser anzuschauen.
  • Es lohnt sich auf jeden Fall, ein bisschen aus der Stadt rauszulaufen. Man befindet sich direkt im grünen und es gibt ein paar tolle Wanderwege am Miette River oder La Biche River entlang

 

Wart ihr selbst schon in Kanada?

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